Alternative Materialien und Produkte

Büro

Büro.pdf (40.87KB)
Büro.pdf (40.87KB)

Büro

Verwendungen

Vorteile

Nachteile

Büro-Produkte aus Bio-Kunststoff biologisch basierend & biologisch abbaubar (PLA, PHA, TPS)

Halterungen, Klipse, Büro-Utensilien, Stühle / Möbel, Trink-Becher, Trink-Halme, Flaschen, Kaffee-Kapseln (Lignin), etc. Alternative zu BPA, PVC, Styropor, Nylon (PA), PCL, PBAT, PBS, Bio-PE, CA, PEF, synthetische Polymere, synthetische Textilien, Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), PET, Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymer (ABS), Glasfaser verstärkter Kunststoff / Plastik, etc.

Vollständig biologisch abbaubar (auch im menschlichen Körper). Besteht zB. aus Mais, Miscanthus, Holz (zB. auch Lignin). Leicht und beschränkt widerstandsfähig, benötigt kein Rohöl, durchsichtig und farbig, dünn und flexibel, wasserabweisend, keine hormonähnliche Wirkung und keine Krankheitserregung wie bei BPA.

Nicht sonderlich stabil oder reissfest, nicht kompostierbar, enthält keine Nährstoffe oder Mineralien für den Boden.

Dekoration Reception und Büros (Betriebseigene oder gemietete Weihnachtsbäume, ökologische Dekorationen)

Der Eingangsbereich sowie die Räumlichkeiten (Büros, Konferenzzimmer), von Unternehmen werden zunehmend mit ökologischen Dekorationsartikeln verschönert. Ganzjährlich, doch besonders über die Weihnachtszeit. Hier bietet sich an, den eigenen Weihnachtsbaum (oder Bäume) auf dem Betriebsgelände wachsen zu lassen, anstatt jährlich neu zu kaufen und zu verwerten. Auch gibt es die etwas teurere Variante bei der man denselben Weihnachtsbaum bei der lokalen Gärtnerei im Topf mietet. Dieser wird jedes Jahr gebracht, wieder abgeholt und zwischenzeitlich im stets etwas grösseren Topf wieder eingepflanzt. Werden die Weihnachtsbäume zu gross, werden Sie im Wald fest eingepflanzt, und mit kleineren ersetzt. Hinsichtlich ökologischer Dekorationsartikel sind besonders Ökoteelichter, Ökokerzen, und jegliche Dekoartikel aus ökologischen / pflanzlichen Materialien sehr beliebt.

Der Betriebseigene (regionale) Tannenbaum kann sehr leicht im Topf auf dem Betriebsgelände gehegt und gepflegt oder eingepflanzt werden. Ihre KMU feiert somit mit dem Betriebseigenen Weihnachtsbaum Weihnachten. Jedes Jahr wird das ursprünglich kleine und günstige Bäumchen zwar etwas grösser, doch es bedarf ab und zu lediglich eines etwas grösseren Topfes und keiner Neuinvestition in einen neuen Weihnachtsbaum. Weihnachtsbäume können alternativ aber auch im Topf gemietet werden. Diese werden geliefert, abgeholt und zwischenzeitlich im stets grösseren Topf von der Gärtnerei in der Natur weiter gepflegt. Besondere Vorteile sind: keine Entsorgung oder Verbrennung des Weihnachtsbaumes (oder der Weihnachtsdeko), die Weihnachtsbäume nadeln nicht, sie brauchen keinen Ständer, Ihre KMU tut der Umwelt einen grossen Gefallen, kein Spritzen oder Düngen, kurze Transportwege da kein Import, die Wertschöpfung bleibt in Ihrer Region. Echte Bäume binden zudem zu Lebzeiten Kohlendioxid.

Gemietete Weihnachtsbäume sind etwas teurer als "Einweg" Weihnachtsbäume. In der Natur lebende Weihnachtsbäume sind grossem Stress ausgesetzt, wenn diese zu nahe an den Heizungen stehen oder generell plötzlich zu schnell zu warm haben. Weihnachtsbäume welche nach Weihnachten weiterleben dürfen müssen in den Betriebs-Räumlichkeiten jeden zweiten Tag gut gewässert werden.

Green IT (Cloud computing, Teleworking)

Physische Server und Datensicherung werden über das Internet in ein Daten- und Rechenzentrum virtuell ausgelagert. Der grösste Ressourcenverbrauch in Form von Strom entsteht durch Informations- und Kommunikations-Technologien (IKT). Alternative zu konventionellen Informatiklosungen (Hardware) mit Server und Backup Systemen physisch vor Ort im Betrieb.

Unabhängig, Daten-Zugriff von überall (Home-Office / homeoffice). Keine physischen Server mehr im Betrieb (spart Geld, Strom und erhöht Sicherheit gegenüber Feuer, Wasser oder Datenklau).

Mit der 5G-Technologie wird der Energiebedarf von Rechenzentren drastisch ansteigen (Campus-Netze von Unternehmen, Vernetzung von Robotik und Maschinen, Industrie 4.0, Mobile Edge Computing). Bis 2030 werden bis zu 13% des weltweiten Strombedarfs von Rechenzentren benötigt werden.

Elektrogeräte / Hardware mit ersetzbaren Komponenten

Nutzung von Strom sparenden Computern, Druckern, Elektrogeräten, etc. mit erneuerbaren / ersetzbaren Akkus und Modulen (nicht fest eingebaut).

Günstiger in der Anschaffung und im laufenden Betrieb. Einzelne Module sind ersetzbar (spart Geld und Energie für die Herstellung von Komponenten). Sind genauso langlebig und robust.

Etwas reduziertere Auswahl an verfügbaren Geräten.

Erneuerte Möbel

Möbel oder Gestelle für Büro, Empfang, Produktion, Meetingraum, etc. Alternative zu neu gekauften Möbeln, Stühlen, Gestellen welche zudem meist mit schädlichen Stoffen / Lacken bearbeitet wurden.

Gebrauchte Möbel durch den (lokalen) Schreiner wiederverwendbar hergestellt / aufbereitet. Meist sogar günstiger als bei Neuanschaffung. Passgenau, auf neue Bedürfnisse / Trends hin modifiziert (zB. verstellbarer Stehtisch). Explizit kann auf die Verwendung schädlicher Stoffe / Lacke verzichtet werden.

Meist etwas zeitaufwendiger als beim Einkauf im Gross-Möbelgeschäft.

ESG Geldanlagen (Öko-Fonds, Green-Bonds, Green-Finance, grüne Anleihen, ethisch-nachhaltiges Investment, sustainable finance / nachhaltige Finanzierung)

KMUs können deren Kapital in nachhaltige Geldanlangen investieren (zB. Ökofonds). Dies sind meist Finanzanlagen in zB. Wasserkraftwerke, Abfallsammelzentren, Windenergie, Photovoltaik, privat initiierte Aufforstungen, sowie auch soziale Projekte. Die sog. Nomenklatur des ethischen Investments gibt einen Überblick der unterschiedlichen Geldanlage-Äquivalente (Eurosif, GSIA, PRI, EFAMA, Sustainalytics). Bei nachhaltigen Geldanlagen wird die Kurzbezeichnung ESG verwendet: Environment (E), Social (S), Governance (G). Die Investoreninitiative Principles (P) for Responsible (R) Investment (I) ist die grösste Interessens-Vertretung professioneller Investoren für nachhaltige Anlagen. Alternative zu Investitionen in konventionelle Geldanlagen ohne Nachhaltigkeits-Fokus.

Engagement in Geldanlagen die dem CSR-Anspruch (verantwortungsvolles Wirtschaften) des Betriebes entsprechen. Bei Anlagen in zB. Schwellenländer-Unternehmen, wirkt sich die Berücksichtigung von ESG-Kriterien bei der Titelselektion positiv auf das Risiko-Ertrags-Profil aus. Nachhaltig orientierte Firmen haben ein besseres Risiko-Management und ein geringeres Reputations-Risiko. Der Markt gibt somit den Anstoss zum ­klima-freundlichem Wirtschaften (nicht die Polotik).

Die Werte, Anlage-Philosophien und Gebührenstrukturen der einzelnen Investitionsanbieter gilt es sehr genau zu prüfen, da gerade im Finanzbereich auf internationaler Ebene gerne Verbrauchertäuschung (Greenwashing) betrieben wird. Eine global vergleichbare Methodik und Offenlegungs-Anforderungen für ESG-Analyse- oder Ratinganbieter, sowie vergleichbare Kriterien für sogenannte Green Bonds bestehen noch nicht. Zudem gilt; nur weil ökologisches Denken und Handeln im Trend liegt, bedeutet dies nicht, dass Investitionen in nachhaltige Projekte / Anlagen bessere Renditen als herkömmliche Anlagen erzielen.

LED (Light Emitting Diode = Leuchtdiode)

Innenbeleuchtung. Alternative zu Glühbirne, Halogenlampe, Energiesparlampe.

80% höhere Energieeffizienz als Glühbirnen (spart somit Strom), warmweisse Farbe, Lebensdauer 10'000 - 50'000 Std., dimmbar, rezyklierfähig, enthält kein Quecksilber.

Etwas höhere Anschaffungskosten als Halogenlampen, nicht so ästhetisch wie zB. Energiesparlampen.

Papier / Karton / Holz (nach FSC Standard)

Papier, Karton (inkl. Verpackungen), Trockentücher, Möbel, etc. Alternative zu Holz, Karton, Papier aus nicht kontrollierter Forstwirtschaft, Papiere mit Glanzlacken.

100% des Zellstoffs ist aus umweltgerechter und verantwortungsvoller Waldwirtschaft, besteht aus 70% - 100% Recyclingfasern, nach ILO Kernarbeitsnormen betreut, dieselbe mechanische Festigkeit wie herkömmliches Holz / Karton / Papier.

Aufgrund jeweils national angewandter FSC Standards (es besteht kein einheitlicher internationaler Standard), liegen die Kriterien / Werte von importiertem FSC Holz / Karton / Papier meist unter dem hohen Schweizer FSC Standard.

PLA (Polymilchsäure, Polylactide, Bio-Polymere)

Büro-Utensilien, Stühle / Möbel, Wegwerf-Besteck, Halterungen, Klipse, Plastiksäcke, Trink-Becher, Trink-Halme, Messer-Griffe, Flaschen, Kaffee-Kapseln (Lignin), etc. Alternative zu synthetischen Polymeren, PET, Polyethylen (PE), Polypropylen (PP), Acrylnitril-Butadien-Styrol-Copolymer (ABS), Glasfaser verstärkter Kunststoff / Plastik, Stahl, Holz, Aluminium.

Vollständig biokompatibel und somit biologisch abbaubar, geringe Dichte, hohe Transparenz, elastisch (hohe Bruch-Dehnung) und zugfest, geringe Flammbarkeit, Wasser abweisend - jedoch in organischen Lösungsmitteln löslich, geringe Feuchtigkeitsaufnahme.

Der Preis für PLA ist höher als der für PET. In der Natur zersetzt sich PLA nur langsam. Absorbiert UV-Strahlung ab deutlich niedrigeren Wellenlängen.

Rezykliertes Papier

Papier, Schreibblöcke, Dokumente, Flipcharts, etc. zur Nutzung am Arbeitsplatz und in Meetingräumen. Nur zu 31% wird heute rezykliertes Papier für Druck- oder Büropapier verwendet. Papierfasern können bis zu 7x wiederverwendet werden. 1t Recyclingpapier spart 1,6t Holz in der Trockenmasse ein. Alternative zu herkömmlichem meist Chlor gebleichtem Papier.

Gleich teurer wie herkömmliches Papier. Recyclingpapier spart gegenüber Frischfaserpapier bis zu 60% der Energie, bis zu 70% Wasser sowie CO2-Emissionen und Abfall. Die Transportwege sind bei Altpapier in der Regel kürzer. Auch in weiss - ohne Bleichmittel - erhältlich. Kaum ein Qualitätsunterschied zwischen frischem und Recyclingpapier. Alle Büroanwendungen sind mit Recyclingpapier möglich (inklusive Urkunden).

Je nachdem, wofür recyceltes Papier später eingesetzt werden soll, kann es unter Umständen trotzdem massiv behandelt werden. Im graphischen Gewerbe beispielsweise werden nur hochwertige Papiere verwendet. Deshalb sind hier auch unter anderem Natronlaugen oder Tenside im Einsatz, die die Druckfarben von den Fasern lösen sollen.

Standby Betrieb (Bereitschaftsbetrieb)

KMUs entstehen hohe Energiekosten aufgrund von elektrischen Geräten welche zu lange ungebraucht im vollen Nutzungsmodus stehen, oder nicht ganz abgeschaltet werden. Über die Mittagszeit (lange Pausen) werden Bildschirme oder Geräte leider nur ganz selten abgeschaltet. Alternative zum voreingestellten Standard Standby-Betrieb von IT- und anderweitigen Geräten.

Geringerer Energieverbrauch (Strom sparend), geringere Kosten, längere Lebensdauer der Geräte / Hardware. Sensibilisierte und geschulte Mitarbeiter reduzieren den Energieverbrauch zusätzlich.

Bedarf einer einfachen Standby- & Abschaltungs-Analyse, um die volle Nutzung der Geräte / Hardware stets sicherstellen zu können.

Tele-Working Dienste, Video-Konferenzen

Home-Office (homeoffice), Kommunikation (einzeln oder in Gruppen) über grössere Distanzen. Alternative zu persönlichen Treffen / Reisen für Meetings (Ausland, evtl. auch innerhalb des Landes). Alternative zu vor Ort Präsentationen, Abklärungen, Vorstellungen, Routine Meetings, Gruppen-Meetings, etc.

Keine CO2 Emissionen. Unabhängigkeit, Flexibilität, weniger Transitverkehr, mehr Zeiteinsparung, günstiger als Reisen, schneller, flexibler, Standort unabhängig.

Bedingt beidseitige kompatible Infrastruktur. Verhandlungen und schwierige Diskussionen werden in der Praxis jedoch oft doch lieber persönlich vor Ort geführt.